Länder
Albanien

Allgemein:

Hauptstadt: Tirana
Bevölkerung: 3,1 Mio, Einwohner pro qkm: 107
Einwohner je Arzt: 735
BSP/Einwohner in 2004 ($): 2120
Ernährung: knapp ausreichend
Bevölkerungswachstum: 0 %, Kindersterblichkeit: 3,0 %
Situation der Christen im Land: Albanien nannte sich vor Jahren das einzig wahre atheistische Land der Welt. Heute arbeiten dort mehrere christliche Gemeinden zusammen, die die albanische Gesellschaft immer stärker beeinflussen. Dieser Prozess wird besonders unter Kindern fortgesetzt.
Aktuelle Aktivitäten von AVC bzw. NEHEMIA:
• Drei Hauptzentren in Pogradec, Durres und Gijrokaster
• Über 100 deutsche und lokale Mitarbeiter
• Vielfältige soziale und gesellschaftspolitische
  Programme, z.B. Schule, Klinik, Seniorenheim,
  Computerschulung, Wirtschaftsförderung
• Umfangreiche Arbeit mit über 1000 Kindern
• Zigeunerarbeit
• Nothilfe in Einzelfällen oder für Viele während des
  Kosovo-Kriege

www.NEHEMIA-Al.org
Unsere Bereichsleiter vor Ort:
Ehepaar Geiger
Im Jahr 1990 entstanden unsere ersten Kontakte, die beständig ausgeweitet wurden. Auch während der beiden Krisen in den Jahren 1997 und 1999 blieben unsere Mitarbeiter im Land. Heute erfreut sich die „Fondacioni NEHEMIA“ besonderer Wertschätzung. Zukunftsweisende Projekte wurden bereits durchgeführt bzw. befinden sich in der Ausführung.

 Einweihung der Schule in Pogradec.
 Unser Kirchturm in Albanien.

Die Gemeinde in Albanien wächst

Neue Dorfarbeiten

„O pen air“-Kinder- und Jugendtreffen in den Bergdörfern
Es werden immer mehr – die Kinder- und Jugendtreffen in den umliegenden Bergdörfern. Neu sind Peshkepi, Dunice, Slatine.Auch Gur i Kuc, da kommen größtenteils Erwachsene, viele davon Zigeuner. Im Ganzen finden wöchentlich Treffen in 13 Dörfern statt. Fast alles „open air“ – denn geeignete Gebäude haben wir dort (noch) nicht. Die Fotos vermitteln einen Eindruck davon. Man muss also das gute Wetter der Sommerzeit ausnutzen, im Winter wird es wieder schwierig…

Am Sonntag sind die Geschwister und Freunde aus den Dörfern zum Gottesdienst nach Pogradec eingeladen. Ein Problem sind natürlich die Fahrtkosten – viele Familien können sich solche „Ausflüge“ einfach nicht leisten. Aber Pauli, unser Pastor, hat sich dahingehend etwas einfallen lassen: Jetzt, in der Brombeerzeit, werden überall in den Dörfern Beeren gepflückt. Zu feinster Marmelade verkocht, können vom Verkaufserlös die Fahrtkosten bezahlt werden… Unser Gebet ist, dass der Gottesdienst ein echtes „Highlight“ wird und unsere Gäste wirklich die Gegenwart Gottes erleben und seine Stimme hören!

Mehr Bewerber als freie Plätze für unsere Schule
Aufnahmetests
Die Vorbereitungen für das neue Schuljahr laufen auf Hochtouren, nicht nur auf der Baustelle. Nächste Woche sind die Auswahlverfahren für die ersten Klassen angesagt, das verlangt immer höchste Sorgfalt. Schließlich gibt es viel mehr Anmeldungen als freie Plätze, da müssen – möglichst fair und objektiv – die Besten ausgesucht werden. Gar nicht so einfach, vor allem in einer Gesellschaft, wo man Fairness in der Form nicht kennt. Da muss man alles niet- und nagelfest, transparent und professionell machen. Wie gut, dass wir diesmal professionelle Hilfe bekommen: die Kinderpsychologin Christiane Grimm aus Dresden reist dafür extra aus Deutschland an.

Für das NEHEMIA-Team in Pogradec: Isolde Flussa



Endlich ein eigenes Gemeindehaus!

„Lavdi Zotit!“ albanisch: „Gelobt sei Gott!“

Am 24. August 2003 fand in Gjirokaster, Südalbanien, der erste Gottesdienst im eigenen Gemeindehaus statt. Die Feier begann mit dem Auszug aus dem alten Raum in einer Garage. Über vierzig Kinder, die gerade an dem Kinderlager bei Bellwalds teilnahmen, sowie die Gemeindeglieder marschierten die Strecke bis zum neuen Haus, ausgerüstet mit Bannern, Fahnen, Musikinstrumenten … und hielten Einzug im neuen Saal.

Eigenes Gebäude 2003
Drei Monate lang hatten viele Freiwillige renoviert. Es gab einiges zu tun, weil das Haus alt ist. Aber das Grundstück eignet sich auch für einen späteren Neubau.

Der Gottesdienstraum befindet sich im oberen Stock, daneben ist das NEHEMIA-Büro, dann ein gemütlicher Raum mit Sitzecke für verschiedene Treffen und Kinderhort. Außerdem eine kleine Küche und ein Bad. Unten befinden sich ein Eingangsraum und zwei große Kellerräume, die noch renoviert werden müssen. Es ist ein typisches Haus in Gjirokaster: aus Stein gebaut, das Erdgeschoss hat oft Kellerräume, die Wohnung liegt im ersten Stock oder noch höher.

Manchmal scheint es uns fast als „Luxus“, solche Räume zu besitzen. Wir sind Gott und natürlich dem großzügigen Spender sehr dankbar für dieses Gebäude.

Ein kurzer Rückblick auf die „NEHEMIA“-Geschichte in Gjirokaster:

1994: Beginn der NEHEMIA-Gemeindearbeit unter der Leitung von Dr. Hans Baur. Gemeinderaum: Kellergewölbe in einem Privathaus im Quartier Dunavat.

1998: April: Umzug in ein anderes Haus, das wir für zwei Jahre mieten. Der Gemeinderaum im 1. Stock wird allmählich zu klein. Die anderen Räume werden von NEHEMIA-Mitarbeitern bewohnt.

2000: April: Umzug zurück ins erste Haus, jetzt in eine neu erstellte große Garage. Es soll eigentlich nur eine Übergangslösung sein, bis wir etwas Geeignetes finden. In der Garage trifft sich die Gemeinde über drei Jahre lang regelmäßig.

2003: Endlich können wir Bauland kaufen und dazu noch ein eigenes Gebäude. Die Gemeinde und das NEHEMIA-Zentrum sollen hier oben „auf dem Berg“ bleiben, nicht ins Tal und Stadtzentrum verlegt werden. Dort gibt es bereits zwei andere Gemeinden. Am 24. August ist es soweit, dass der erste Gottesdienst stattfinden kann. „Lavdi Zotit!“

Unser Leitungsteam besteht aus Hans und Rosa Bellwald, Brigitte Weber sowie Gazmend und Andrea Hasa. Wir zählen 45 Mitglieder, etwa 60 regelmäßige Gottesdienstbesucher, dazu kommen noch die Kinder.

Außer uns fünf Leitern sind noch weitere fünf albanische Mitarbeiter (auch für soziale Dienste) angestellt. Einige arbeiten ehrenamtlich in verschiedenen geistlichen Diensten mit, sei es in der Gemeindearbeit oder in der Dorfarbeit.

Der Neubeginn im eigenen Haus soll auch ein „geistlicher Neubeginn“ sein. Vom 1. September bis Mitte Oktober praktizieren wir eine 40-tägige Gebets- und Fastenzeit mit dem Ziel der Erneuerung der persönlichen Beziehung zu Jesus und auch des geistlichen Gemeindelebens.

Im Namen des gesamten Leitungsteams:
Andrea, Gazmend und Manuel Hasa