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MYANMAR
Hilfe für Wirbelsturm-Opfer



Am frühen Morgen des 3. Mai wurde der südliche Landesteil Myanmars von einem heftigen Wirbelsturm heimgesucht.

Starker Regen mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h fegten über das Irrawaddy-Delta und die ehemalige Hauptstadt Yangon (Rangoon). Im Küstenstreifen verwüstete eine bis zu vier Meter hohe Flutwelle einen Fünftel der gesamten Reisfelder des Landes. In vielen Dörfern südlich von Yangon sind bis zu 95 % der Häuser zerstört worden.

Der Sturm hat nach letzten Erkenntnissen über 100000 Todesopfer gekostet. Hunderttausende sind obdachlos und haben alles verloren. Man geht davon aus, dass ca. 2,5 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen sind. Hilfe kommt nur zögernd an, da die Militärregierung nur wenige Einfuhrbewilligungen für Hilfsgüter erteilt, Güter, die ins Land kommen, werden teilweise konfisziert und westlichen Helfern die Visa verweigert.

AVC ist seit dem 6. Mai durch einen Partner vor Ort und in Zusammenarbeit mit der Burmesischen Evangelischen Allianz im Katastrophengebiet tätig. Als erste Hilfe wurden im Küstengebiet Reis, Nudeln und Trinkwasser verteilt. Bis jetzt konnten wir die notwendigen Materialien im Land beschaffen.

Die Hilfe für die Geschädigten wird in drei Phasen, über drei Jahre erfolgen:
1. NOTHILFE Während der kommenden zwei Monate werden 2500 Familien mit Trinkwasser, Reis, Trockennahrung, Medizin, Kleidung, Moskitonetzen, Hygieneartikeln und Zelten versorgt. Das Programm wird von 50 christlichen Gemeinden in der Region abgewickelt und von unserem Partner vor Ort koordiniert.

2. WIEDERAUFBAU Dabei werden vor allem Küchenmaterialien und Gaskocher verteilt, Wasserfilter installiert, Teams zum Wiederaufbau der Häuser rekrutiert, medizinische Versorgung gewährleistet und Betreuung der zum Teil traumatisierten Menschen gewährleistet. Dies wird etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.

3. REHABILITATION und Entwicklungshilfe über die nächsten drei Jahre.

Bitte beten Sie für die Überlebenden und Angehörigen der Todesopfer; beten Sie für Myanmar.




CHINA
Verheerendes Erdbeben

Das verheerende Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan mit der Stärke 7.9 auf der Richter-Skala ist das seit 30 Jahren stärkste im Reich der Mitte.



Die Regierung rechnet bereits vier Tage danach mit ca. 50000 Todesopfern. Diese Zahl kann noch steigen, da viele als vermisst gelten und große Gebiete infolge schlechten Wetters, defekter Straßen und zerstörter Brücken nicht erreichbar sind. In einem mehrstöckigen Schulgebäude in Dujiangyan, Juyuan, sind 1000 Schüler von den Trümmern verschüttet worden. Die Hoffnung, noch Überlebende bergen zu können, schwindet täglich. Für viele Familien bedeutet der Verlust ihres Kindes wegen der Ein-Kind-Politik besonders großes Leid.



Eine große Gefahr geht von beschädigten Staudämmen, Atomkraftwerken und Chemiefabriken aus, was schlimme Folgen haben kann.

Wir als AVC waren während der vergangenen Jahre durch unseren Partner auf verschiedenen Gebieten tätig. Wir haben ein gutes Netzwerk von christlichen Gemeinden, mit denen wir die Hilfe für die Betroffenen organisieren. Wir wollen uns vor allem auch um die vielen betroffenen Christen kümmern, die von den örtlichen Behörden oft benachteiligt werden. Sie alle brauchen jetzt unserer Gebete.

Die erste Hilfe mit Lebensmittelversorgung, Medizin, Decken, Zelten usw. hat bereits am 15. Mai begonnen. Wir haben dafür spontan 50.000 US$ zur Verfügung gestellt.
Daniel Hofer




Spendenkonto
Bankleitzahl

DIE EVANGELISCHE KREDITGENOSSENSCHAFT hat innerhalb eines kurzen Zeitraumes zweimal eine Änderung vorgenommen.

Die jetzt gültige Bankleitzahl lautet:
520 604 10

Diese sollte ausschließlich genutzt werden. Wer einen Dauerauftrag eingerichtet hat, sollte diesen bitte entsprechend ändern. Überweisungen mit der alten Bankleitzahl kommen nur noch für eine Übergangszeit immer bei uns an.

Die Bankdaten der »Stiftung HOFFNUNG«
Kto: 400 42 05
BLZ: 520 604 10
BIC: GENODEF1EK1
IBAN: DE84 5206 0410 0004 0042 05




LAOS
Freiheit für Pastor Thongchan

Während Thongchan mit zwei Brüdern zusammen Geschwister besuchte und das Evangelium verkündete, wurden sie verhaftet. Das war am 8. Juni 1999. Seitdem ist er in Haft. In einem geheimen Prozess, bei dem nach Aussagen seiner Frau weder die Angeklagten noch Verteidiger anwesend waren, wurde er zu 15 Jahren, seine Brüder Lue und Nod zu je 12 Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt (Criminal Court verdict of Udomxai Provincial Public Court vom 19. September 2000). Thongchan wird regelmäßig verhört und gefoltert (wir berichteten VC 1/2006 und 2/2007). Lue und Nod sind den furchtbaren Haftbedingungen und der Folter erlegen und starben im Gefängnis. Auch der Gesundheitszustand von Thongchan ist besorgniserregend. Jede medizinische Hilfe wird dem Gefangenen verweigert. Saengkham hat ergebnislos Petitionen zugunsten ihres Mannes bei den Behörden eingereicht.

Unterschriftenliste-Aktion

Wir möchten unsere Freunde bitten, sich für Thongchan einzusetzen. Dies kann geschehen vor allem durch Gebet. Darüber hinaus können Sie sich mit Briefen an die laotische Botschaft in Berlin wenden und die Freilassung von Thongchan erbitten, dessen wahres „Verbrechen“ es ist, Christ zu sein und seine Freude anderen mitzuteilen. (Anschrift: Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Laos, S.E. Herrn Bounthong Vongsaly, Bismarckallee 2 A, 14193 Berlin).

Wir können nicht sagen, wir hätten nichts gewusst!




GLAUBE - ERLEBT, GELEBT
Der Himmelsbürger im Gespräch


Das Buch zum Thema:
„Heavenly Man“
BRUDER YUN saß fast zehn Jahre in chinesischen Gefängnissen, weil er evangelisiert hatte. Er wurde gefoltert und erlebte Furchtbares. Doch Gott gab ihm die Kraft, standhaft zu bleiben und seinen Glauben nicht zu verleugnen. Schließlich konnte er auf wundersame Weise aus einem Hochsicherheitsgefängnis fliehen. Heute lebt er mit seiner Familie in Deutschland.

Aus seinem Leben erzählt er in der Sendung des ERF "Glaube – erlebt, gelebt". Simone Nickel im Gespräch mit Bruder Yun.

DOWNLOAD der Radio-Sendung (ohne Musik als MP3): ERF-Bruder-Yun.mp3 (5.9 MB)

Das Buch zum Thema:
„Heavenly Man“
Der Himmelsbürger – ein Apostel im heutigen China

Paul Hattaway

• Die atemberaubende Geschichte vom Leiden
eines Christen im heutigen China
• aktualisierte Auflage, mit Bericht aus Burma/Myanmar




PORTRÄT / Junger Chinese macht bei der Volksmission eine Ausbildung zum Pastor
Gottes Wege sind unergründlich
Lebensgefährliche Flucht mitten durch Kriegsgebiet - Christ aus Überzeugung


Isaac Liu ist Christ aus Überzeugung. Dafür musste der junge Chinese, der jetzt bei der Volksmission ein Praktikum absolviert, schon viel durchmachen.
Isaac Liu macht bei der Volksmission in Geislingen eine Ausbildung zum Pastor. Bevor es soweit kam, hat der 23-jährige Chinese Verfolgung aus Glaubensgründen, Flucht, Krieg und Wunder erlebt. Heute ist er überzeugt, dass Gott selbst ihn diesen Weg geführt hat.

CLAUDIA BURST Das Buch "Heavenly Man", im christlichen Buchhandel ein Bestseller mit über 800 000 verkauften Exemplaren und übersetzt in 33 Sprachen, beschreibt die Wunder und Erfahrungen und Qualen, die "Bruder Yun" in China als überzeugter Christ und Leiter der verbotenen Hauskirchen-Gemeinde durchmachen musste.

Der Sohn dieses charismatischen Verkündigers - Bruder Yun verbrachte fast zehn Jahre seines Lebens im Gefängnis mit extremer Folter - macht seit März dieses Jahres ein Praktikum bei der Volksmission in Geislingen. Im November beginnt er dort offiziell seine Ausbildung zum Pastor.

ISAAC LIU IST 23 JAHRE ALT, SELBSTBEWUSST, FRÖHLICH UND KONTAKFREUDIG. Wer mit ihm spricht, spürt, wie wichtig ihm sein Glaube ist. Er hat den Wunsch, dass Menschen Gott als Vater kennen lernen und eine Beziehung zu ihm aufbauen, deshalb hat er sich für diesen Beruf entschieden.

Doch das war nicht schon immer klar - im Gegenteil! "Gott führte mich auf abenteuerlichen und verschlungenen Wegen zu diesem Ziel, obwohl ich mich lange Zeit heftig dagegen wehrte", sagt Isaac.

Isaacs Mutter war im siebten Monat mit ihm schwanger, der Vater zum ersten Mal im Gefängnis, als die chinesische Polizei sich mit Gewalt Eintritt ins Haus verschaffte und befahl, dass das Baby abgetrieben werden müsse, weil der Vater einer "verbotenen Kirche" angehöre. Der Abtreibungstermin war auf zwei Tage später angesetzt, doch in der Nacht davor setzten die Wehen zwei Monate zu früh ein, Isaac wurde ohne Komplikationen geboren. Seinen Vater sah er zum ersten Mal, als er fünf Jahre alt war und es dauerte eine Weile, bis die beiden eine enge Beziehung zueinander aufbauen konnten.

Doch durch seine Großmutter, die eine leidenschaftliche Christin war und ihn schon als Kleinkind auf dem Rücken zu christlichen Versammlungen geschleppt hatte sowie durch die Erziehung seiner Mutter hatte er Gott als seinen "himmlischen Vater" kennen gelernt, was ihm half, seinem richtigen Vater näher zu kommen.

IM ALTER VON ACHT JAHREN wurde der Junge mitten im Winter nachts in einem eiskalten Fluss getauft, weil es in dieser Zeit am ungefährlichsten war. Gemeinsam mit etwa 30 oder 40 anderen Menschen hatte er die Entscheidung für eine Nachfolge Jesu getroffen. Auf Anraten seines Vaters lernte er einen Großteil der Bibel auswendig und mit elf Jahren predigte er selbst bei einer christlichen Versammlung. Als plötzlich die Polizei mit einer Razzia das Treffen sprengte und wissen wollte, wer gepredigt hatte, schickte sie ihn vorher raus mit den Worten "Geh raus zu Mama". Keiner der offiziellen Beamten glaubte, dass ein Kind bereits predigen konnte.

Isaac war gerade zwölf, als sein Vater zum dritten Mal verhaftet wurde und auch die Mutter ins Gefängnis kam. Zwei Jahre lebte der Junge mit seiner sechsjährigen Schwester jetzt mehr oder weniger auf der Straße und suchte in Müllhalden nach Verwertbarem, um es zu verkaufen und sich und seiner Schwester dafür Essen zu besorgen. In dieser Zeit wurde sein Glaube hart auf die Probe gestellt, oft "habe er Gott gehasst", gibt der junge Mann heute zu.

Nachdem seine Mutter aus dem Gefängnis entlassen wurde, flüchtete die Familie - ohne den Vater, der inzwischen auf spektakuläre Weise aus dem Gefängnis geflohen und nach Deutschland ausgereist war - nach Burma. Dort in Burma lebte Isaac zwei Jahre lang. Um dem Vater nachzureisen, mussten die drei aber erst nach Thailand kommen, wo das internationale „Aktionskomitee für verfolgte Christen“ (AVC) für deutsche Pässe gesorgt hatte. Erst reiste der inzwischen 16-jährige Junge aus, doch bevor die Mutter und Schwester auf demselben Weg folgen konnten, brach in dieser Gegend ein Krieg zwischen Thailand und Burma aus.

MITTEN DURCH GEWEHRFEUER HINDURCH und mit einem kleinen Boot erreichte der Jugendliche am "Goldenen Dreieck" Thailand, wo er noch am Ufer des Flusses seinen Pass ausgehändigt bekam. Seiner Familie begegnete er in Bangkok wieder, Mutter und Schwester waren in der Zwischenzeit ebenfalls in Lebensgefahr nächtelang barfuß durch den Dschungel geflüchtet und hatten geschafft, was eigentlich als unmöglich galt.

Seit 2001 lebt Isaac in Deutschland. Wegen seiner Erlebnisse und der Folter, die der Vater wegen seines Glaubens durchgemacht hat, wollte er Kaufmann werden, und auf keinen Fall Pastor. Doch Gott, so Isaac, wollte es anders und führte ihn über ein Theologiestudium auf dem Theologischen Seminar in Beröa - obwohl er nur einen Hauptschulabschluss hat - zur Volksmission nach Geislingen. Isaac hat erkannt: „Gottes Wege sind unergründlich...“

Quelle: Geislinger Zeitung